Donnerstag, 10. Mai 2018

Ein Horror-Unfall und wie die InterEurope AG mit der geschädigten Person umgeht.

Ladies & Gentlemen,

am 27.12.2017 ereignete sich auf der A5, nahe Freiburg, ein folgenschwerer Unfall. Es war nachts um 3:27 Uhr als der Fahrer eines Transportunternehmens aus Kroatien in seinem Fiat Ducato während der Fahrt eingeschlafen war.

Mit hohem Tempo krachte er von hinten auf den vor ihm fahrenden Transporter Ford Transit, den meine Freundin Gerda Hansen* gelenkt hatte. So wie jede Woche war Frau Hansen wieder nach Genf unterwegs, um dort fabrikneue Flugzeugteile des Herstellers Bombardier auszuliefern.

Aufgrund der Wucht des Aufpralls wurde der Wagen von Frau Hansen gegen die rechte Leitplanke der Autobahn geschleudert. Von dort prallte ihr Fahrzeug ab, überschlug sich mehrmals, flog gegen die linke Leitplanke und kam schließlich auf dem Dach liegend zum Stillstand. 

Nachfolgend die Polizeifotos des Horror-Unfalls. - Kaum zu glauben, dass aus diesem Autowrack jemand lebend herauskommen konnte. 



Schwer verletzt wurde Frau Hansen aus dem völlig zerstörten Auto von der Feuerwehr geborgen und den Rettungskräften übergeben. Die Autobahn wurde für den gesamten Verkehr ungefähr 500 m vor der Unfallstelle auf allen Fahrstreifen gesperrt. Zwei Feuerwehren mit insgesamt 23 Mann, dazu Sanitäter und Polizei waren bei dem nächtlichen Unfall im Einsatz.

Bereits während des Transportes in das Universitätsklinikum Freiburg und in der Intensivstation erlitt Frau Hansen mehrmals einen Herzstillstand. Alle Rippen waren gebrochen. "Ich hatte bei dem Unfall das Gefühl in einer Waschmaschine zu sein, denn der Überschlag des Wagens wollte und wollte kein Ende nehmen" - so Frau Hansen später in der Intensivstation.

Nur wer jemals selbst in einer Intensivstation lag, kann ermessen, welcher physischen und psychischen Belastung ein Patient dort - ständig umgeben vom Leid anderer Schwerverletzter - ausgesetzt ist. Meine Freundin war 10 Tage und 10 lange Nächte in der Intensivstation dieser unglaublich  schweren Belastung ausgesetzt! Ich selbst habe meine Freundin zweimal in der Klinik besucht und weiß deshalb genau wovon ich spreche. 

In ihrem Bericht listeten die Ärzte des Universitätsklinikums Freibug insgesamt 23 (!) Diagnosen und 4 Eingriffe unfallbedingter, folgenschwerer Beeinträchtigungen der Gesundheit Frau Hansens auf.
Am 05.01.2018 schließlich wurde Frau Hansen im Rettungswagen in das BG Unfall-krankenhaus Frankfurt verlegt. Am 18.01.2018 wurde sie in das Agaplesion Markus-Krankenhaus weiter verlegt und zwischendurch auch in die Frankfurter Bethanienklinik.

Frau Hansen war bei dem Unfall angeschnallt. Ihr Auto befand sich in technisch einwandfreiem Zustand. Es gibt über die Frage der Schuld an dem Unfall keinen Zweifel. Der aus dem Ausland stammende Fahrer, welcher den Unfall verursacht hatte, räumte noch am Ort des Geschehens gegenüber der Polizei ein, dass er eingeschlafen sei. Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein des Berufskraftfahrers aus Kroatien, erhob einen Geldbetrag zur Sicherung des Strafverfahrens und übergab den Fall weiter an die Staatsanwaltschaft Freiburg. Das Auto des Unfallverursachers hatte nach Angaben der Polizei einen Totalschaden. Wie das Schicksal des Unfallverursachers inzwischen verlaufen ist, der im übrigen sein Bedauern Frau Hansen gegenüber bis heute noch nicht ausgedrückt hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

Das Leben von Frau Hansen allerdings hat sich seit dem Unfall von einem Tag auf den anderen schlagartig verändert. So büßte sie nicht nur ihre zuvor gute Gesundheit ein, sondern verlor seit dem 27.12.2017 leider auch ihren geliebten Beruf, der ihr stets viel bedeutete. Ihrer selbständigen Tätigkeit als geschätzte Dienstleisterin für hoch-sensible Just-In-Time und Gefahrengut-Transporte (Wert der Ladung in diesem Fall US $ 30.000,--) wird Frau Hansen nicht mehr nachkommen können. Dies legt Hansens nach wie vor sehr schlechter Gesundheitszustand nahe.

So ist es selbstverständlich, dass Frau Hansen nach dem traumatischen Ereignis erwarten darf, dass sie für den unverschuldeten Unfall entsprechend entschädigt wird. Und zwar zeitnah.

Obwohl an Frau Hansens Seite ein tüchtiger, erfahrener Rechtsanwalt, spezialisiert auf Versicherungsrecht, kämpft, legten bis heute die involvierten Versicherungen - mit Ausnahme der Mecklenburgischen Versicherung - der unfallgeschädigten Frau Hansen statt zu bezahlen überwiegend zermürbende Fragen auf. Ermüdende Details dazu will ich an dieser Stelle besser nicht kommentieren.

Nach einem Monat der Hinhaltetaktik wurde der Fall G. Hansen von der Versicherung Grüne Karte e.V. an die Intereurope AG weitergereicht. Diese bestätigte für die Regulierung zuständig zu sein. Offenbar sollte mit dieser Auslagerung die Ertragssituation der Grünen Karte verbessert werden. (Hinweis im nächsten Absatz).

Fakt ist: Die InterEurope AG hat bis heute noch keinen Cent an die geschädigte Person gezahlt.

Wer nach der InterEurope AG googelt, findet auf deren Homepage: "Die InterEurope AG ist ein unabhängiges, eigentümergeführtes Dienstleistungsunternehmen, das Schäden im Auftrag von Versicherungsunternehmen reguliert. Mit unserem internationalen Team hochqualifizierter Experten bearbeiten wir schwerpunktmäßig Schadensfälle im Rahmen des Grüne Karte Systems. "

Aufschlussreich ist folgender Satz: "Alle Aktivitäten der InterEurope AG sind darauf ausgerichtet, die Ertragssituation ihrer Kunden zu verbessern."

Wenn also den Angaben zufolge alle Aktivitäten der InterEurope AG darauf ausgerichtet sind, die Kassen der Versicherungen zu schonen, dann geht das zu wessen Lasten? - Genau! Wohl nicht zum Vorteil jener Personen, die einen Schadensanspruch haben. So ist es auch kein Wunder, dass die Rezensionen bei Google außerordentlich schlecht für die InterEurope AG ausfallen.

Das Fallbeispiel 'Gerda Hansen' bestätigt die Methode der InterEurope AG.

Seit dem existenzbedrohenden Unfallereignis sind inzwischen 6 Monate ins Land gegangen. Der Unfall ereignete sich kurz nach Weihnachten. Jetzt blühen bereits die Pfingstrosen. Frau Hansen hat noch nicht einmal den von ihrem Anwalt energisch geforderten Vorschuss auf die zu erwartende Regulierung der vielfältigen Schäden erhalten. Von einer fairen Regulierung der Gesamtansprüche ganz zu schweigen. Auf eine angemessene Regulierung in angemessener Zeit hat die Geschädigte aber einen Rechtsanspruch. (vgl. z.B. Prof. Dr. Schwintowski, Der Anspruch auf angemessene Schadensregulierung, VuR 2005, S. 201 ff. m.w.N. auf der einschlä- gigen Rechtsprechung)

Vom Unfall zum Sozialfall

Den Bossen und den verantwortlichen Mitarbeitern der Grünen Karte e.V. sowie der InterEurope AG, macht es offenbar nichts aus, dass es da eine Frau Gerda Hansen gibt, die ohne eigenes Verschulden nun keinen Job, kein Einkommen und jetzt weniger als das Existenzminimum zum Leben hat. Und außerdem Angst davor hat, Kontakt mit dem Sozialamt aufzunehmen. Mit Hilfe von Verwandten und Freunden versucht sie irgendwie über die Runden zu kommen, während sich bei ihr zu Hause (unfallbedingte) Rechnungen und Mahnungen stapeln. Pfändungen wurden ihr bereits von mehreren Seiten angedroht. Frau Hansen leidet aktuell unter vielfältigen Schmerzen und intensiven Depressionen. Neulich sprach die Verzweifelte gar von einer hohen Brücke über tiefem Wasser...

Und so wünschte ich den Law-Service-Menschen - den Leuten für's Grobe -,  dass sie vom hohen Ross unsanft heruntergeholt werden, indem sie mindestens ein halbes Jahr lang kein Einkommen aus beruflicher Tätigkeit beziehen. Dann ergeht es diesen Juristen so wie Frau Hansen! Den Horror-Unfall jedoch, welchen Frau Gerda Hansen zum Glück überlebt hat, - den wünsche ich auch dem Personal der InterEuro AG nicht.
--- Peter Broell

(*Name 'Gerda Hansen' geändert)

Sonntag, 8. April 2018

Im Jahr 2017 ging es mir (gesundheitlich) nicht gut

Ladies & Gentlemen,

2017 war alles andere als mein bestes Jahr. Insgesamt dreimal fand ich mich in verschiedenen Krankenhäusern wieder. - Klar, dass man im Alter von 73 Jahren auch hin und wieder mit Krankheiten rechnen muss. Weil ich mich aber seit meiner Jugendzeit für unverwüstlich hielt, trafen mich der Verlauf der Krankheit und die notwendigen Operationen umso härter. Vor 50 Jahren hätte man mich nicht mehr retten können, - so ein Arzt zu mir.
Ist nun alles wieder gut? Die Antwort lautet: Ja! Ich fühle mich wieder stark wie ein Baum.

Dienstag, 7. März 2017

LA LA LAND - ein bisschen la la langweilig?

Emma Stone
Ryan Gosling
Ladies & Gentlemen,

der Musicalfilm LA LA LAND wurde von Filmkritikern mit zahllosen Preisen geradezu überschüttet. Nicht weniger als 6 der begehrten Oskars räumte der Film ab. Sicher nicht unverdient. So erhielt die Hauptdarstellerin Emma Stone den Oskar als beste Darstellerin. Ich bin allerdings der Meinung, dass eher ihr Filmpartner Ryan Gosling den Oskar verdient hätte. Emma Stone - die mit den riesengroßen Augen - hat nach meinem Dafürhalten zu sehr "geschauspielert" und deshalb wirkten ihre Auftritte oft überzogen und unnatürlich. 

Mit LA LA LAND knüpfte der amerikanische Film wieder an seine beste Musical-Geschichte an und zeigte wie man heute Musicals erfolgreich produziert: Eine wunderbare Liebesgeschichte, temporeiche, großartige Tanzeinlagen, tolle Musik und vor allem ganz große Gefühle. 
Dennoch fand ich den Film mit dem sehr gewöhnungsbedürftigen Titel streckenweise etwas la la langweilig. La la lange habe ich überlegt aus welchem Grund: in dem Musical fehlt komplett das Böse. 

In den erfolgreichsten Kinofilmen aller Zeiten kämpfte ausnahmslos immer das Gute gegen das Böse und am Schluss besiegten die Guten die Schurken. So verhält es sich bekanntlich bei SPIDERMAN, BATMAN, TITANIC, AVATAR und natürlich bei allen James Bond-Filmen. Kein guter Cowboy-Film konnte jemals auf Viehdiebe und Überfälle auf Postkutschen verzichten. Selbst in klinisch reinen Disney-Kinderfilmen trieben stets böse Kreaturen, wie Haie, Hyänen, Schakale, Wölfe oder Säbelzahntiger ihr Unwesen. Ja, das Böse lauert überall. 

Nun könnte man sagen: Wir haben auf unserer Erde in der Realität zur Zeit wohl vom Bösen mehr als genug. Kriege, Hunger, Krankheit, Elend, Flüchtlinge; nun muss nicht auch noch im ästhetischen Musical das Böse aufscheinen.  Stimmt. - Aber weil das Böse in unserer Welt leider allgegenwärtig ist, kann (nicht muss) man sich damit auseinandersetzen. Deshalb hätten ein paar Schurken übelster Sorte, - z.B. skrupellose Manager, die dann natürlich zur Rechenschaft gezogen werden, dem Film gut getan. Weil man darauf aber verzichtete, musste der gut 2 Stunden dauernde Film mit teils la la langatmigen Szenen über die Zeit gebracht werden.

Fazit: Es lohnt sich nach meiner Meinung den Musicalfilm zu sehen. Und vergessen Sie meine Kritik! Man muss den Film selbst erlebt haben. --- Peter Broell        

Freitag, 16. Dezember 2016

Ein starkes Team: Manuel und sein frecher Kater 'Löwi'


Ladies & Gentlemen,

hier kommt ein Foto meines hübschen Enkels Manuel. Zusammen mit dem kleinen frechen Kater namens "Löwi" sind die beiden ein richtig starkes Team. Auffallend ist, dass beide etwa die gleiche Haarfarbe haben und auch eine ähnliche Frisur. Meine Tochter Julia - die Mutter von Manuel -, ging neulich sogar soweit zu behaupten, dass Manuel und Kater Löwi etwa dieselbe Intelligenz besäßen. Beide gleich schlau. Löwi soll manchmal fast noch schlauer sein. -- Von derlei Aussagen möchte ich mich aber distanzieren. Dazu will ich besser nichts sagen. Kein Kommentar! ---

Jedenfalls freue ich mich sehr auf Weihnachten, wenn wir bald gemeinsam im Kreis der Familie feiern. Dann kann ich endlich wieder mit Manuel Schach spielen. Das kann Löwi übrigens nicht... -----> Peter Broell

Samstag, 5. November 2016

Der Leuchtturm der US-Demokratie sendet im Jahr 2016 kein Leuchtfeuer mehr.

Ladies & Gentlemen,

die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen halten die Menschen in aller Welt in Atem. Vom Ausgang dieser Wahl hängt viel ab, nicht nur für die USA, sondern für uns alle. 

Nachdem sich W. Bush und Al Gore im Jahr 2000 einen erbitterten Wahlkampf geliefert hatten, war damals das Wahlergebnis daran gescheitert, weil der Staat Florida einfach nicht in der Lage war, die Auszählung der Stimmen vorzunehmen. In 49 Bundesstaaten der USA klappte die Stimmenauszählung einwandfrei, aber in Florida gab es Riesenprobleme: 

Angeblich waren damals alle Stimmzähl-Geräte defekt. Außerdem waren simple Taschenrechner im Land der Computergiganten wie IBM, Microsoft und Apple offenbar nicht aufzutreiben. Schlimmer noch: Erwachsene Menschen, die zumindest von 1 bis 10 zählen konnten, suchte man vor 16 Jahren in Florida vergeblich und Schüler aus den unteren Klassen der Grundschulen waren als Stimmenzähler leider nicht zugelassen. So zählte und zählte ein Staat drei Monate lang mit wachsender Verzweiflung vor sich hin, - bis schließlich der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten dem Graus ein Ende machte und W. Bush zum Sieger erklärte. - Ob es purer Zufall war, dass Jeb Bush, Gouverneur des Bundesstaates Florida, der Bruder des künftigen Präsidenten war? 

Die Vereinigten Staaten präsentieren sich seit jeher gerne als vorbildlicher Leuchtturm der Demokratie. Doch das Beispiel aus dem Jahr 2000 macht deutlich, dass das Leuchtfeuer des US-Leuchtturms schon damals erloschen war. Heute, im Jahr 2016, ist der Leuchtturm bis auf die Grundmauern zerstört. Es wird Jahre dauern, bis jene Schäden, welche die Schlammschlacht des Wahlkampfes angerichtet hat, behoben sind. 

Der Präsidentschaftsanwärter Trump ließ jüngst durchblicken, dass er im Falle seines Wahlsieges die Wahl anerkennen würde. Weiters deutete er den Verdacht von Manipulationen zu seinem Ungunsten an. Sollte also Trump verlieren und anschließend den Wahlausgang nicht akzeptieren, dann steht zu befürchten, dass der harte Kern der radikalen Anhänger des Horrorclowns Trump einen Bürgerkrieg entfacht. 

Um Manipulationen am Wahltag sowie beim Auszählen der Stimmen zu kontrollieren, senden erstmals die beiden Organisationen OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und auch die OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) Wahlbeobachter in die Vereinigten Staaten. In 13 US-Staaten werden ausländische Wahlbeobachter übrigens nicht zugelassen. 

Ich persönlich habe ein großes Interesse am Ausgang der US-Wahlen am kommenden Dienstag. So stellte ich dreimal jeweils den Wecker auf 2:45 Uhr, um die 3 Rededuelle der beiden Kandidaten im Fernsehen live mitzuerleben. Was da von Frau Clinton und Herrn Trump geboten wurde war so schlimm, dass man einen Buchautor schallend ausgelacht hätte, wenn er sich eine so extrem realitätsferne Geschichte ausgedacht hätte. Auf Einzelheiten der Ansammlung unglaublicher Peinlichkeiten will ich hier nicht eingehen. Die Medien berichten darüber ja mehr als reichlich. 

In Anbetracht der zerstörerischen Schlammschlacht des US-Wahlkampfes schauen Europäer zwar kopfschüttelnd auf die Amerikaner. Dabei hat Europa allerdings keinen Grund überheblich zu sein: Denn zerstrittener und desolater war die Europäische Gemeinschaft seit ihrer Gründung noch nie.

Zum Schluss: Wer wird gewinnen? Clinton oder Trump? - Ich hoffe, dass Hillary Clinton gewinnt. Peter Broell

Mittwoch, 24. August 2016

Empfang der Rio-Olympia-Helden in Frankfurt

Ladies & Gentlemen,

gleich vorab gesagt: Ich bin nicht der Zeichner Volker Reiche, der für die Frankfurter Allgemeine Zeitung den genialen 'OLYMPIA-STRIZZ' entwickelt und publiziert hat. Damit Sie aber sehen können, worum es hier überhaupt geht, habe ich die Comic-Ausgabe vom 9. August 2016 als Hintergrund für mein Foto gewählt. 

Ich bin ein Fan von Kater Paul, von Tassilo, Herrn Müller, Berres, Rafael und der Ratte Bernd. 
Wenn Sie die komplette 'OLYMPIA-Ausgabe Rio-2016' sehen möchten, dann klicken Sie einfach auf den Link. Wahrscheinlich werden Sie dann auch ein echter Fan des großartigen Künstlers Volker Reiche.

So, - nun aber zu meinem Kommentar zur Olympiade in Rio: Wie Sie sicher wissen, gab es im Vorfeld - bevor die Olympiade begonnen hatte - heftige Kritik und viele Diskussionen über zahlreiche kritische Punkte. So wurde die Sicherheitslage in dem herunter gewirtschafteten Land Brasilien in Frage gestellt. Das verheerende Zika-Virus bereitete große Sorge. Die Gewässer, die als Olympia-Austragungsorte vorgesehen waren, wurden als gefährliche Kloake bezeichnet. Und natürlich gab es endlose Diskussionen im Zusammenhang des Dopings der Russen, das bekanntlich systematisch vom Staat betrieben worden war. 

Aber wie es bei allen sportlichen Großereignissen immer so ist: Sobald nach der wunderschönen Eröffnungsfeier die Leistungs-Show der Athleten angelaufen war, richtete sich der Blick auf das Können der Olympiateilnehmer. Alle anderen Überlegungen und Bedenken wurden dann völlig in den Hintergrund gedrängt. 

Ich habe tatsächlich fast jeden Tag bis tief in die Nacht, bzw. bis zum frühen Morgen im Fernsehen das spannende Geschehen rund um die Olympiade verfolgt. Und jedes mal, wenn Usain Bolt seinen faszinierenden Auftritt hatte, habe ich vorsorglich den Wecker auf 3:15 Uhr gestellt (das ließ ich Siri von Apple für mich besorgen, denn wer stellt denn heute noch den Wecker manuell selbst). 
Damals zu Zeiten des Boxers Cassius Clay, war ich übrigens auch jeweils am frühen Morgen schlaftrunken aufgestanden, um den heroischen Fight des "Größten" nicht zu verpassen. So erinnert nun der schnellste Mann der Welt, Bolt, an die unsterbliche Legende Ali. 

Der Medaillen-Segen oder Medaillen-Regen interessierte mich insgesamt wenig, mit einer Ausnahme: Mir war nicht entgangen, dass das gesamte Olympiateam der Österreicher, welches einheitlich mit staatlich finanzierten Lederhosen verkleidet, im Stadion aufmarschiert war - dass dieses Flaschen-Olympia-Team nur eine Medaille erringen konnte. Und diese einzige Bronzemedaille soll für die Alpenrepublik angeblich auch noch ein Flüchtling geholt haben. Da sage ich als "Immer-Noch-Gerne-Östereicher" ganz sportlich: Der Geldsegen des Staates sollte besser für andere Zwecke verwendet werden!

Ich fand die Sportberichterstattung von ARD und ZDF sehr gut. Alle Aktiven haben sich sichtlich viel Mühe gegeben. Und immer wieder wurde auf die opulente Schönheit Rio de Janeiros im Bild hingewiesen. Natürlich wurde die schlimme Kehrseite der fröhlichen Stadt - wenn überhaupt - dann nur geschönt gezeigt: Fröhlich tanzende Mädchen, die bunte Plastikreifen um die Hüften kreisen lassen. Alle sind jung und hübsch, alles ist cool, alles ist geil, alles ist Samba...Samba...Samba.

Man kann nur hoffen, dass der chaotische politische und wirtschaftliche Niedergang Brasiliens nun endlich zum Stillstand kommt, bzw. dass nun nach der Olympiade wieder ein kräftiger Aufwärtstrend erfolgen möge. Schließlich hat die Fußball-Niederlage Deutschlands doch ein wenig dazu beigetragen, dass das Selbstbewusstsein der Brasilianer gestärkt wurde. Goldjunge Neymar rettete mit seinen beiden Toren das Land. 

Gestern kam das erfolgreiche Olympiateam der Deutschen in Frankfurt an. Ich selbst stand auch unter dem Balkon des Frankfurter Römer und habe mitgefeiert. Ganz und gar nicht staatstragend gestelzt kam die einfühlsame Rede des Bundespräsidenten Gauck rüber. Er fand wieder einmal genau die richtigen Worte. Und am Schluss seiner Ausführungen sagte er: "So Leute, das war's!"
Dem hat nichts hinzuzufügen ---> Peter Broell

Frankfurt • Römer • 2016 • Feierlicher Empfang der Rio-Olympia-Helden auf dem Römerbalkon

Montag, 29. Februar 2016

Das steht in keiner Bibel

Ladies & Gentlemen, 

im Verlauf meines Lebens gab es Momente, bei denen ich dachte: 'Jetzt müsste das Niveau der Werbung aber endgültig den Tiefpunkt erreicht haben, denn schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen'. - Weit gefehlt! Nachfolgende Beispiele zeigen, dass in Deutschland der absolute Tiefpunkt bei Plakat-Werbebotschaften immer wieder neu ausgelotet wird. 

Gott, "Der allmächtige Vater", geht jetzt App. - Geht es noch blöder?

Ich habe einige Zeit lang überlegt, welchen Kommentar ich zu diesem Schwachsinn abgeben könnte. Es hätte mir Spass gemacht. Aber dann hatte ich plötzlich eine Denk- und Schreibblockade. Das dürfte mit der Strahlkraft der Gottes-App in Zusammenhang stehen. Zugegeben: Ich bin nicht bibelfest. ---

Bei nachfolgendem Werbeprospekt "DAS COSTA GANS WENIG" geht es ebenfalls um zeitgemäße Hilfsmittel zur Kommunikation. - Hier wurde ganz gezielt die deutsche Sprache auf die unterste Niveaustufe gedrückt. Deshalb ist es auch nicht schwer zu erraten, welche Zielgruppe Mobilcom/Debitel in's Visier genommen hat.  


Für den Inhalt verantwortlich: Peter Broell

Montag, 18. Januar 2016

Bundeskanzlerin Merkel unter Druck

Ladies & Gentlemen,

eigentlich müsste ich den Titel meines Blogs "Peter Broell. Gedanken zum Tag" allmählich umändern in "Peter Broell. Gedanken zum Quartal". - Das klingt aber zum einen akustisch gar nicht gut und zum anderen will ich im Jahr 2016 wieder aktiver meine Gedanken an dieser Stelle formulieren.

Ich hoffe also, dass Sie - so wie ich - richtig gut in's neue Jahr gekommen sind!

Zwar ist dieses Jahr ja noch sehr jung, aber man hat nicht nur in Deutschland den Eindruck, dass inzwischen im negativen Sinn bereits zu viel geschehen ist. Das hängt natürlich mit der weiterhin anhaltenden Flüchtlingskrise zusammen. Diese Krise spaltet Deutschland. Während die einen sagen, dass man Menschen, die vom Tod bedroht sind, unbedingt helfen muss, sind immer mehr Deutsche der Überzeugung, dass längst eine Obergrenze hätte in die Tat umgesetzt werden müssen. Und genau das ist das große Problem der Kanzlerin Merkel: Sie hat sich mit "Wir schaffen das" total verrannt und nun kommt sie aus der Nummer nicht mehr raus. Zwar versucht sie Handlungsfähigkeit zu demonstrieren indem sie eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf alle europäischen Staaten anmahnt. Außerdem sollen Wirtschaftsflüchtlinge aus "sicheren" Staaten schneller und in größerer Zahl ausgewiesen werden. Doch dieses vorsichtige Zurückrudern geht an dem alles entscheidenden Punkt vorbei, welcher lautet: Deutsche Grenzen dicht!  

Es geht um den Verlust des Vertrauens in den Staat.

In diesen Tagen ist der Druck auf Frau Merkel in einem bisher nicht vorstellbaren Maß gestiegen. Der Koalitionspartner SPD distanziert sich jetzt offen von der Flüchtilingspolitik der Kanzlerin. Die Schwesterpartei CSU unter Seehofers Führung geht in der Flüchtlingskrise seit eh und je auf Konfrontationskurs und selbst in der CDU beginnt es zu  rumoren. Ein Aufstand gegen die Chefin lässt sich von Merkels Verteidigungsstrategen kaum noch unter der Decke halten. 

Fakt ist, dass die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung der Meinung ist, dass die amtierende Regierung die Interessen der Deutschen - milde formuliert - nicht mehr in ausreichendem Umfang wahrnimmt. Das führt zwangsläufig dazu, dass sich immer mehr rechtsradikale Bürgerbewegungen zu gruppieren beginnen. Diese gewaltbereiten Personen haben es sich zum Ziel gesetzt, demokratisches Recht und Gesetz auszuhebeln und an dessen Stelle den Bürgerkrieg zu proben.

Finanzminister Schäuble machte neulich den Vorschlag, dass in der Flüchtlingskrise die deutsche Bundeswehr auch Aufgaben der Polizei übernehmen möge. Außerdem dachte er laut über eine Flüchtlings-Sondersteuer nach, welche über eine Erhöhung der Mineralölsteuer daherkommen soll. Vor allem die Idee, das Militär für Aufgaben im Inneren Deutschlands einzusetzen, macht deutlich, dass es sich in der Flüchtlingsfrage um einen Notfall handelt. Und zwar um einen Notfall, den die Regierung hätte rechtzeitig verhindern können und  müssen.

Der Sender n-tv machte am 18. Januar eine Telefonumfrage. Gefragt wurde: "Muss Kanzlerin Merkel in der Flüchtlingspolitik umschwenken?" 97 % stimmten mit 'Ja''. --- Peter Broell

Donnerstag, 19. November 2015

Frankreich im Krieg

Frankreichs Präsident Hollande verwendet ausdrücklich das Wort 'Krieg'.

Ladies & Gentlemen,

seit den blutigen Terroranschlägen in Paris am 13. November 2015 befindet sich Frankreich im asymmetrischen Krieg gegen den sogenannten Islamischen Staat, der kein eigenes Territorium besitzt und demnach auch kein Staat ist.

Asymmetrisch wird der Krieg von Militärs aus dem Grund genannt, weil sich im Gegensatz zu einem herkömmlichen Krieg verfeindete Blöcke nicht symmetrisch gegenüberstehen. So sind manche IS-Kämpfer in Frankreich aufgewachsen - und zwar in jenem Land, das sie nun mit Terror überziehen. Es gibt Schätzungen, nach denen der Islamische Staat auf 20.000 Krieger zurückgreifen kann, die aus 80 verschiedenen Nationen stammen.

Was wollen die IS-Terroristen eigentlich erreichen? Was ist ihr Ziel?


Zunächst wollen sie Angst verbreiten. Die Botschaft lautet: Wir können zuschlagen wann wir wollen, wie wir wollen und wo immer wir wollen. Langfristig dürfte es Ziel der Kämpfer des Islamischen Staates sein, nicht nur die französische Nation, sondern ganz Europa und letztlich die Welt auf brutale Weise in ein Kalifat zu verwandeln.

'Wir lassen uns nicht einschüchtern vom Terror. Wir haben keine Angst. Denn wenn wir Angst hätten, hätten die Terroristen ja gewonnen. Aber das werden wir nicht zulassen.'


Wenn man diese und ähnliche Sätze vernimmt, die von Politikern und Medien gebetsmühlenhaft verbreitet werden, darf man sicher sein, dass genau das Gegenteil richtig ist: Auch in Deutschland ist die Angst offenbar so groß, dass erst ein unwichtiges Fußballspiel beinahe zum Staatsakt hochstilisiert und schließlich aus purer Angst abgesagt worden war. Es hatte sich um einen Fehlalarm gehandelt. Sprengstoff wurde im Stadion in Hannover nicht gefunden. Künftige Fußballspiele und andere Ereignisse, bei denen viele Menschen zusammenkommen, werden ab sofort mit sehr hohem Aufwand an Polizei und Sicherheitsdiensten zusätzlich geschützt werden. Natürlich aus Angst vor weiterem Terror.

Die Liste des Schreckens


Seit dem Anschlag auf das Satiremagazin 'Charlie Hebdo' in Paris sind zehn Monate vergangen. Am 10. Oktober 2015 kamen in der Türkei 102 Personen durch Bomben der IS ums Leben. Am 31. Oktober 2015 sprengte die IS ein Flugzeug, das mit 224 Menschen nach St. Petersburg unterwegs war. Am 12. November sprengten sich Selbstmord-Attentäter der IS in Beirut in die Luft. Dabei fanden 40 Menschen den Tod. Und nun am 13. November das Attentat von Paris, bei dem mindestens 129 Menschen starben.

Die Zeichen der Zeit stehen jetzt auf Vergeltung


"Wir werden diesen Feind schlagen, wir werden diesen Krieg gewinnen", tönt die Regierung Frankreichs. Das klingt hilflos trotzig. Man kennt diese Sprüche nur zu gut vom erfolglosen US-Präsident Bush. - Klar dürfte sein: Frankreich kann diesen Kampf allein nicht gewinnen. Das scheint schon deshalb aussichtslos zu sein, weil sich IS-Terroristen überall und nirgendwo befinden. Seit dem Terrorakt auf das russische Flugzeug von Scharm el-Scheich nach St. Petersburg kämpft nun auch Russland eng an der Seite der Franzosen. Und auch Amerika kämpft neuerdings an der Seite der Russen. Hier gilt: Mein Freund ist der Feind meines Feindes.

Im Jahr 1915 tobte der Erste Weltkrieg. 100 Jahre später der Dritte Weltkrieg? Hinsichtlich der Bewältigung von Konflikten haben die Menschen nichts, aber auch gar nichts dazugelernt.-- Peter Broell

Dienstag, 10. November 2015

Muss man sich in Deutschland langsam Sorgen machen?

Die Antwort lautet: Ja, leider.

Aber zu Panik besteht kein Grund.

Ladies & Gentlemen,

bekanntlich hetzt die deutsche Regierung seit Jahren von einem Krisen-Gipfel zum nächsten. Erfolglos. Und so verstärkt sich im Volk zunehmend der Eindruck, dass der Kanzlerin der Gesamtüberblick abhanden gekommen ist. Führungskraft wird durch Aktionismus und Polit-Tourismus ersetzt. Deshalb ist es wohl kein Zufall, dass das Klima der politischen Führungsschwäche dazu beiträgt, dass Recht und Gesetz in Deutschland in vielen Bereichen verkommen - und zwar in einer Weise, wie man das vor 10 Jahren nie für möglich gehalten hätte.

Nehmen wir doch das Beispiel Deutsche Bank: Kaum eine Betrügerei, kaum eine Schweinerei im Finanzsektor bei der die einstige Vorzeigebank der Deutschen nicht ihre schmutzigen Finger im Spiel hatte. Die Führung, die eine neue Unternehmenskultur versprochen hatte, wurde ersetzt. Gut so. 

Nehmen wir das Beispiel VW: Fast täglich kommen neue Skandale ans Licht. Zwar wurde die Führungsspitze des Volkswagen-Konzerns inzwischen ausgetauscht, aber aufgrund der betrügerischen Manipulationen ist der entstandene Schaden bis zum heutigen Tag noch nicht abzusehen. 

Nehmen wir im Sportbereich das Beispiel Fußball: Auch hier wurde gemauschelt, getrickst, getäuscht, abgestritten und gelogen, bis sich die Torstangen bogen. Für sportbegeisterte Jugendliche ein verheerendes Foulspiel. Zuviel Geld scheint den Verantwortlichen des Fußballbundes Charakter und Verstand geraubt zu haben. Der amtierende DFB-Präsident trat heute zurück.

Nehmen wir im finanzpolitischen Bereich das Beispiel "Kauf von Steuer-CD's". Hier arbeitet der deutsche Staat eng mit Verbrechern zusammen. - Wer ein gestohlenes Auto zum verdächtig günstigen Preis kauft macht sich strafbar. Wer jedoch die Kundenliste einer (ausländischen) Bank stiehlt, kann sich über einen stattlichen Millionenbetrag nebst freundlichen Grüßen von deutschen Finanzbehörden freuen.

Die riesige Bandbreite des Versagens hat die Deutsche Bundesregierung allerdings in der Griechenland-Rettungs-Krise bewiesen. Hier wurde auf demokratische Ge-pflogenheiten weitgehend verzichtet. Zur Erinnerung: Dreimal unterstützten die Griechen in diesem Jahr die Linken Griechenlands. Jene Partei war jeweils zu den Wahlen angetreten mit dem Wahlversprechen, dass in Griechenland definitiv nicht gespart werden soll. Aber Sparauflagen hatten die Europäischen Retter zur Bedingung gemacht, damit Griechenland weiterhin der Euro-Währung angehören kann und dass weitere Milliarden an Rettungsgeldern in Richtung Athen gezahlt werden können. Das griechische Volk entschied sich dreimal fürs Nichtsparen und verhöhnte die naiven deutschen Retter. - Trotzdem wurde großzügig ausgezahlt. Wer kann das noch verstehen? ---

Aus Angst in die braune Ecke der Vergangenheit gestellt zu werden, zeigen sich viele Deutsche und vor allem die Medien überaus vorsichtig im Umgang mit Kritik an der Willkommens-Kultur der Bundesregierung. Hinter vorgehaltener Hand sagt jedoch fast jeder - und zwar unabhängig seiner Parteizugehörigkeit - , dass es doch einleuchtet, dass ein ausufernder Flüchtlingsstrom spätestens dann zu begrenzen ist, wenn die Aufnahmekapazitäten im Land erschöpft sind.
Mein Eindruck: Die Deutsche Bundesregierung legte in dieser sehr schwierigen Situation bisher eine geradezu gespenstisch anmutende Handlungsunfähigkeit an den Tag. Die Abgeordneten der CDU und erst recht jene der bayrischen Schwesterpartei CSU folgen nur noch zähneknirschend den krausen Visionen der Kanzlerin. Uneinigkeit und Ratlosigkeit bestimmen den politischen Alltag in der Flüchtlingskrise. Sie reagieren nicht vorausschauend (wie es dringend geboten wäre), sondern sie reagieren als Getriebene der Ereignisse.

Heute starb Exkanzler Helmut Schmidt.- Ich weiß, dass es müssig ist, wollte man die Führungsqualität Schmidts mit jener Merkels vergleichen. Aber weil der stets elegant auftretende Schmidt (Schnauze) heute starb, will ich trotzdem einen Vergleich wagen: Schmidt hatte sich damals als Hamburger Bürgermeister als genialer Krisenmanager der katastrophalen Hamburger Sturmflut einen Namen gemacht. Einer wie er würde heute auch die Flut der Flüchtlinge auf vernünftige Weise in den Griff bekommen.

Was nun meine nachdenkliche Frage in der Titelzeile betrifft: Im Gegensatz zu wohlfeilen Sonntagsreden werden die Sorgen der Bürger im Land noch nicht wirklich ernst genommen. Nach künftigen Wahlen dürfte sich das allerdings ändern. Aber in dieser schweren Zeit darf von der Kanzlerin endlich erwartet werden, dass sie den Nutzen des Landes mehrt und Schaden von ihm abwendet. Andererseits muss mit Nachdruck gegen jene vorgegangen werden, die meinen die politische "Gerechtigkeit" selbst in die Hand nehmen zu sollen indem sie Flüchtlingsunterkünfte anzünden. Radikale Wutbürger haben eben nichts anderes anzubieten als Hass.

Zum Schluss: Was wir in Deutschland ganz und gar nicht gebrauchen können sind bürgerkriegsähnliche Zustände: Rechtsradikale Chaoten gegen die Welcome-Gesellschaft. Und schrecklich wäre der Import von Terror. (Der zum Glück bis heute noch nicht stattgefunden hat und hoffentlich nie stattfinden wird). Ja, man muss sich in Deutschland Sorgen machen, Aber Panik wäre jetzt der schlechteste Ratgeber.--- Peter Broell

Freitag, 11. September 2015

Völkerwanderung und Flüchtlingschaos

Ladies & Gentlemen,

die Massenflucht der Menschen, die in Europa eine neue Heimat suchen, hätte man sich vor kurzem unmöglich vorstellen können. Nachfolgend will ich zu dieser ernsthaften Krise einige Ungereimtheiten ausführen:
Aber einleitend und an oberster Stelle ist hier die enorme Hilfsbereitschaft deutscher Bürger zu erwähnen. Flüchtlingen wird ein herzlicher Empfang bereitet und uneigennützig werden diese mit Lebensmitteln, Kleidern, Spielzeug für Kinder usw. versorgt. Das ist vorbildhaft. Andererseits gibt es auch Verbrecher, die Flüchtlings-heime anzünden. Und dann gibt es natürlich zahlreiche Menschen, welche Flüchtlingen in der Not zwar helfen, sich aber dennoch ernsthaft Sorgen um die Zukunft Deutschlands und Europas machen. Dies führt bereits heute dazu, dass Züge angehalten, Autobahnen gesperrt und dass wieder Grenzzäune errichtet werden. Wenn die Situation sich weiter zuspitzt, ist es nur eine kurze Frage der Zeit, wann das Schengen-Abkommen für nichtig erklärt und Europas Grenzen wieder dicht gemacht werden.

Meine Meinung: Zu viele Flüchtlinge gleichzeitig. Die Flut ist zu groß, zumal es Europas Länder unvorbereitet trifft. Zwangsläufig wird es zu Problemen etwa bei der Unterbringung, der Integration, am Arbeitsmarkt oder bei der Einschulung der eben erst eingetroffenen Kindern kommen. Nun rächt es sich bitter, dass in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg kein vernünftiges Einwanderungsgesetz besteht, dessen Kriterien auf lange Sicht Bestand haben und die selbstverständlich von Einwanderungs-willigen zu respektieren sind.

Es stellt sich weiters die Frage, weshalb ausgerechnet jetzt so viele Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge buchstäblich den Tod riskieren indem sie ihrer Heimat den Rücken kehren. Warum geschah dies nicht schon viel früher? In Afghanistan herrschen doch schon seit Jahrzehnten Krieg und Elend. In Eritrea verhungerten schon vor Jahrzehnten Menschen. Die Bürgerkriege in Libyen und in Syrien sind ebenfalls lange vor in dem Sommer 2015 ausgebrochen. Warum also gerade jetzt dieser ausufernde Ansturm der Massen?

Nach meiner Überzeugung hat das mindestens drei Gründe.

Erstens: Gute Aussichten auf eine hohe Lebensqualität lockt an.  - Wenn sehr viele Leute in den Krisenländern erfahren, dass man in Deutschland willkommen ist und dass man dort theoretisch nur mit Sozialleistungen und ohne Arbeit im Monat mehr verdienen könnte, als im Heimatland bei Schwerstarbeit im ganzen Jahr, dann spricht sich das herum nach dem Prinzip eines Schneeballsystems. Ich würde allerdings keinem Flüchtling unterstellen wollen, dass er das deutsche Sozialsystem schamlos ausnutzen will, sondern ich gehe davon aus, dass jeder Ankommende seinen Lebensunterhalt hier gerne mit Arbeit verdienen will.
 
Zweitens: Es sind die Fluchthilfe-Organisationen, welche teilweise für viel Geld den Menschen in den Krisenländern das Auswandern schmackhaft machen. Wie schrecklich die Fluchthilfe dieser Schlepper oft endet, erfahren wir täglich in den Medien. - Die deutsche Sozialministerin, Frau Andrea Nahles, sagte unlängst, dass Zuwanderung ein Segen für Deutschland ist (das Magazin DER SPIEGEL Nr. 37, vom 5. September, berichtete darüber in einem Leitartikel). Wenn also nach Ansicht der Bundesregierung der Flüchtlingsansturm ein Segen ist, dann müssten doch Fluchthelfer - statt ins Gefängnis gesteckt zu werden - den Verdienstorden um die Republik Deutschland erhalten. 

Drittens, der wichtigste Grund: Der Herdentrieb. Man kennt dieses Verhalten aus dem Tierreich. Zur Genüge  auch von Menschen, die etwa an der Börse spekulieren. Anderes Beispiel: Lokale sind entweder fast leer oder hoffnungslos überfüllt - und zwar unabhängig davon, wie schlecht der Service ist. Man muss eben dabei sein. Und was wir als Mode bezeichnen, ist auch nichts anderes als ein Herdentrieb. Mädchen tragen im Jahr 2015 die Haare so lang wie nur möglich und die Hosen so eng wie es nur geht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Figur das Tragen von engen Hosen gestattet, oder nicht. Der soziale Druck, einhergehend mit dem Herdentrieb, lässt alle Bedenken als unwichtig erscheinen. 
Und genau dieser Herdentrieb des Menschen ist nach meiner Meinung der Hauptgrund, weshalb Personen am liebsten alle gleichzeitig aufbrechen zu neuen Ufern.  

Zum Schluss:
Das Thema "Völkerwanderung" wird uns wohl noch lange beschäftigen. Weil ich ein optimistisch denkenden Mensch bin, wage ich vorauszusagen, dass die Nachkommen der Flüchtlinge zu den tragenden Säulen der Gesellschaft in Deutschland und Europa zählen werden. Der Vater von Obama durfte in Hawaii kein Restaurant besuchen. Sein Sohn wurde Präsident der Vereinigten Staaten. --- Peter Broell 

Dienstag, 7. Juli 2015

So kann Europa nicht zusammenwachsen!

Ladies & Gentlemen,

das Ergebnis des Referendums vom 5. Juli 2015 in Griechenland machte mit großer Mehrheit deutlich, dass die Sparauflagen der europäischen Geldgeberländer abgelehnt wurden. - Also: Weiter wie bisher. 

Andererseits will man in Griechenland aber nicht raus aus dem Euro. Das ist verständlich, denn selbst jene Menschen in Griechenland, die über wenig Bildung verfügen, können sich vorstellen, dass eine künftige Drachme bald deutlich mehr an Wert verlieren wird, als dies etwa bei Euro oder US-Dollar zu befürchten ist. Deshalb möchte das sonst so stolze und eigenständige Volk der Griechen doch lieber am Euro festhalten.

Nach dem Willen der Mehrheit des Volkes der Hellenen soll zwar so weitergewurstelt werden, aber frisches Geld will man dennoch (quasi geschenkt) gerne in Empfang nehmen. Einleuchtend ist aber auch: Beides zusammen geht nicht. Die Schuld für die Misere im Land kann Tsipras nicht auf die 'erpresserischen' Geldgeberländer abschieben. Ihre Hausaufgaben müssen die Griechen schon selbst erledigen. 

Der Euro war als europäische Währung geschaffen worden, um den Zusammenhalt der Völker Europas zu stärken. Genau das Gegenteil ist leider eingetreten. Die nord- und osteuropäischen Mitgliedstaaten der Eurozone lehnen heute erbost die jahrelange Sonderbehandlung der Griechen ab. Aber auch deutsche Politiker sind mit ihrer Geduld am Ende. Das Katz-und-Maus-Spiel von Tsipras & Co. zerstörte jedes Vertrauen. Die europäischen Geldgeber wurden von den Griechen schon mal als Nazis, als Besatzer, als Erpresser und Demütiger bezeichnet. Der inzwischen zurückgetretene Finanzminister Giannis Varoufakis, der sich als Politclown zu profilieren pflegte, hatte die Geldgeber gar öffentlich als Terroristen bezeichnet. 

Erwiesenermaßen haben sich die Griechen mit betrügerisch geschönten Zahlen in den Euro geschwindelt. Dann wurde in Athen lustig eine zehnjährige Europarty gefeiert. Es wurden jahrelang Renten an Verstorbene ausgezahlt, es wurde der Beamtenapparat extrem aufgebläht und es wurden kaum Steuern erhoben, wobei reiche Griechen von Finanzbeamten ganz verschont worden waren. - Nach zehn Jahren kam dann der große Jammer, die Staatspleite. Einher ging diese mit jahrelanger Konkursverschleppung, die bekanntlich bis heute anhält.  

Meine Meinung: 
Eigentlich müsste jetzt die Handlungsweise der verantwortlichen europäischen Politiker, die heute in Brüssel wieder einmal zu einem Sondergipfel zusammentreffen, eindeutig ausfallen: Nach der unsäglichen Vorgeschichte und nun nach dem Referendum hat Athen sich selbst aus dem Euro katapultiert. Deshalb: Akropolis adieu... Keinerlei Rettungspakte mehr! Keinen einzigen Cent mehr an griechische Banken! Stattdessen unbürokratische humanitäre Hilfe für in Not geratene Menschen.

Der Euro hat Europa tief gespalten. Wenn das griechische Beispiel Schule macht, fühlen zahlreiche Europäer sich übervorteilt und es drohen Rattenfänger sowie radikale politische Gruppierungen überall in Europa zur ernsten Gefahr zu werden. Genau dies gilt es unter allen Umständen zu verhindern, meint: ---> Peter Broell

Montag, 15. Juni 2015

Wenn meine Kinder das wüssten.


Ladies & Gentlemen, 

Eltern meinen es gut mit ihren Kindern. Ganz klar. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Zum Beispiel tun sich Kinder schwer bei dem Gedanken, dass der solide Familienvater sich die Nächte beim Poker um die Ohren schlägt und womöglich Haus und Hof verliert. Wie man das eben aus Spielfilmen kennt. --- Heute agieren die wilden Zocker eher in Online-Casinos, während sich viel geändert hat in der traditionsreichen Spielbank Bad Homburg. Zwar steht auch in der 'Mutter von Monte Carlo' das unterhaltsame Spiel nach wie vor im Vordergrund. Aber die Betonung wird heute eben auf gepflegte Unter-haltung gelegt.

So speise ich zum Beispiel mit Vorliebe im fabelhaften Restaurant, welches sich längst nicht mehr plüschig präsentiert, sondern dessen Ambiente den Ästheten erfreut. Tanzen kann ich in der Casino-Lounge bis zum Abwinken und an der Bar treffe ich immer wieder auf sehr interessante Menschen. Einen ähnlichen Mix an Spiel, Unterhaltung und Kultur findet man sonst nirgendwo im Frankfurter Großraum. Dazu gibt es ständig Sonderaktionen, Gewinnspiele und Events als Highlights, - wie demnächst "VIVA LAS VEGAS". Ich werde in jedem Fall im weißen Anzug erscheinen und die typische Elvis-Brille tragen. So -, und schon höre ich meine Kinder sagen: "Ganz schön peinlich, unser Papa. Aber im Casino Bad Homburg gefällt es uns trotzdem." --- Wie schon erwähnt: Kinder meinen es gut mit ihren Eltern. --- Peter Broell

Und hier kommt das Bild:
Peter Broell, "VIVA LAS VEGAS" 2015

Eine widersprüchliche Aussage


Ladies & Gentlemen,

als die Gebrüder Blanc vor 174 Jahren das Casino Bad Homburg eröffneten, ließ sich zu jener Zeit die elegante Damenwelt noch gerne "ausführen". Heute läuft das anders. - Die bildschöne, emanzipierte Lady, welche auf dem aktuellen Plakat der Spielbank zu sehen ist, lässt sich nicht ausführen. Sie hat studiert, hat ihren Doktor in der Tasche und arbeitet erfolgreich im Beruf. Deshalb scheint sie - im Gegensatz zum Plakattext - reichlich genervt zu sagen: "Eine wie mich führt doch keiner aus! Außerdem finde ich sehr gut allein nach Haus." Soviel zur inhaltlichenAussage des Plakates. --- Mich spricht deshalb das neue Facebook-Profil der Spielbank viel mehr an. Denn das macht nicht nur Sinn, - da kommt so richtig Lebensfreude rüber! Und das brachte mich auf eine Idee, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte... (siehe Beitrag oben). ---- Peter Broell

Mittwoch, 18. März 2015

Wer möchte am 18. März 2015 in Frankfurt leben?

Blockupy-Chaos in Frankfurt

Ladies & Gentlemen, 

im Zusammenhang mit der Einweihung der Europäischen Zentralbank kam es heute zu schweren Krawallen in Frankfurt. - Es bot sich ein erschreckendes Bild der Gewaltbereitschaft. Die Proteste sind völlig aus dem Ruder gelaufen. 
Brennende Autos, Angriffe auf Polizeiautos und sogar auf Autos der Feuerwehr, Pflastersteine als Wurfgeschosse, Wasserwerfer, Tränengas, Schlagstöcke, zahlreiche Verletze und Hunderte Festnahmen. Der Straßenbahnverkehr in Frankfurt wurde völlig eingestellt, Schulen vorzeitig geschlossen. Die Wirtschaft kam zum Erliegen. 

Vor allem zornige linksorientierte Kapitalismuskritiker, Randalierer und Chaoten aus ganz Europa protestieren ausgerechnet gegen jene EZB, die (entgegen ihrem Auftrag und ihrer Bestimmung) eine politische Verteilungs-Funktion wahrnimmt.

Wer die Pressekonferenz einiger Sprecher der Demonstranten im TV gesehen hat, bekam den Eindruck vermittelt, dass die verschiedenen Gruppierungen der EZB-Protestierer nicht wissen, was sie wollen. Auch hier: Verwirrung und blankes Chaos.

Meine Meinung: Straftäter, die Autos anzündeten, müssen zur Verantwortung gezogen werden und den Schaden voll und ganz ersetzen. Diesbezüglich sollte es keine Toleranz geben.

EZB-Präsident Marion Draghi hat als der oberste Währungshüter des Euro bisher versagt. Ich bin gegen die umstrittene Euro-Staaten-Rettung Draghis, welcher mit frisch gedrucktem Geld monatlich für 60 Milliarden wertlose Anleihen ankauft. Denn es ist eben nicht die Aufgabe eines Währungshüters jene Staaten zu "retten", die - statt zu sparen - lieber das Geld anderer Länder ausgeben. Zum Beispiel das Geld der Deutschen. 

Natürlich gibt es auch friedliche Demonstranten, die exakt gegen die Politik der Euro-Verwässerung Mario Draghis protestieren. Aber deren Stimmen gehen leider im gewaltbereiten Mob auf den Straßen Frankfurts unter.

Fazit: Man hätte besser keinen offiziellen Termin für die feierliche Einweihung der größenwahnsinnigen EZB machen sollen. Dann hätten gewaltbereite Chaoten auch kein exaktes Datum für die Ausübung von Straftaten gehabt.  

Wer möchte also heute gerne in Frankfurt leben? Ich, - Peter Broell. Zum Glück ist nur ein sehr kleiner Teil Frankfurts von den Ausschreitungen betroffen. Die tolerante Bevölkerung schüttelt den Kopf und wird bald wieder zur Tagesordnung übergehen. So - und nur so - kenne ich die schöne Stadt Frankfurt seit 1971. --- Peter Broell 

Samstag, 24. Januar 2015

Peter Broell ist heute 70. - Na und...?

Peter Broell, ausgestattet mit viel Optimismus für das nächste (Lebens)-Jahrzehnt.

Ladies & Gentlemen, 

dieser Blogbeitrag ist vor allem an jene Personen gerichtet, die mir im Leben viel bedeuten. - Dank an dieser Stelle für alle lieben Glückwünsche, die mich natürlich hocherfreut erreicht haben.

OK, ich bin jetzt 70. Auch unser präsidialer Bundespräsident Joachim Gauck feiert heute einen runden Geburtstag. Wie man also sieht, - es kann buchstäblich jeden treffen. Deshalb will ich hier und heute nicht viele Worte machen, sondern ein Foto präsentieren. Es handelt sich dabei um ein Bild, das im Lauf des vergangenen Jahres entstand.    


Meine verehrte Nachbarin hat einen blauen Zaun installieren lassen. Einige Menschen in der Umgebung fanden es anschließend jedenfalls mutig, dass diese auffällige Farbe gewählt worden war. Andere wiederum fanden das Blau eher etwas (räusper) gewöhnungsbedürftig. Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, habe ich nicht lange gezögert und setzte mich - farblich sorgfältig abgestimmt - auf den Gehsteig.

Deshalb: Daumen hoch, und alle kommenden Herausforderungen des Lebens mit Elan und Lebensfreude gemeistert. - Das soll mein Leitmotiv für das kommende Jahrzehnt sein! --- Peter Broell

Sonntag, 16. November 2014

Ölreserven - Wie konnten Wissenschaftler und Politiker so irren?

Hier (m)ein Beitrag zum Themenbereich 'Unseriöse Wissenschaftler, opportunistische Politiker und unkritisch plappernde Medien.'  

Ladies & Gentlemen,

viele meiner Leser können sich daran erinnern: Im Winter des Jahres 1973 waren in Deutschland vier 'Autofreie Sonntage' und zusätzliche Tempolimits gesetzlich verfügt und durchgesetzt worden.

Wissenschaftler und Politiker, welche auf die Warnungen diverser Energie-Preistreiber hereingefallen waren, wurden in den frühen 70-ern nicht müde, vor dem unwiderruflichen Versiegen der weltweiten Ölreserven zu warnen.

Damals klang das etwa so: (Bärtige Professoren traten vor laufende Kameras, hoben den Zeigefinger und warnten mit zusammengekniffenen Augen)

"Als wissenschaftlich gesichert gilt unzweifelhaft, dass die Ölvorräte unseres Planeten in wenigen Jahren - oder bei dem derzeitigen hohen Verbrauch sogar schon nach Monaten - für immer erschöpft sein werden. Denn es ist doch einleuchtend, dass die Energie-Ressourcen fossilen Ursprungs nicht unendlich verfügbar sein können. Und genau an diesem Punkt stehen wir jetzt. Wir Wissenschaftler haben ja die Industrie und die privaten Verbraucher lange genug vor gedankenloser Ölverschwendung gewarnt. 'Autofreie Sonntage' greifen deshalb viel zu wenig. Aufgrund unserer Erkenntnisse wäre die Bundesregierung gut beraten, das Autofahren für immer und für alle Zeit zu verbieten. Denn nur so können wenigstens die allerletzten Ölvorräte gerettet und für wichtigere Zwecke als das Autofahren verwendet werden. Es ist fünf vor zwölf. - Nein, in Wahrheit sind es nur noch wenige Sekunden bis zwölf." --- So klang das im November / Dezember 1973 in den Medien. Ich habe das nicht vergessen.

FAZ, 16. Nov. 2014
Heute, 41 Jahre später, lese ich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den Artikel mit der Überschrift "Die Welt schwimmt in Öl." -

Denken Sie jetzt auch an das mörderische 'Ozonloch', den 'Sauren Regen', das 'Waldsterben', den 'Feinstaub' und an die Klimawandel-Hysterie?  --- Peter Broell

Freitag, 3. Oktober 2014

Warum kann es auf der Welt nicht überall so sein?

Die Ernte 2014 ist eingefahren. Der Acker wieder frisch gepflügt. - Heile Welt?
Ladies & Gentlemen,

wie man sieht, ist zu dieser Zeit und an diesem Ort (nahe Karben bei Frankfurt) die Welt noch in Ordnung. Davon konnte ich mich neulich bei einem Spaziergang bei sonnigem Herbstwetter überzeugen.

Aber wir wissen, dass die Welt leider ganz und gar nicht in Ordnung ist. - Nachdem vor 100 Jahren der erste Weltkrieg begonnen hatte, fanden seitdem so viele Kriege statt, dass selbst versierte Historiker kaum die genaue Zahl aller blutigen Schandtaten der Menschheit auflisten könnten.

Im Lauf der letzten 100 Jahre nichts dazugelernt? 

Einerseits sind der Wissensschatz und damit einhergehend die Entwicklung der Menschen geradezu unvorstellbar vorangekommen, andererseits konnte der Fortschritt - vor allem jener der technischen Entwicklung - die aggressiven Charaktereigenschaften der Menschen nicht ändern. Egoismus, Brutalität und Aggressivität der Menschen scheinen buchstäblich tief in den menschlichen Genen verankert zu sein. 

Nie waren die Ausgaben für militärische Rüstung weltweit so hoch, nie wurde für die angebliche Verteidigung so viel Geld ausgegeben wie dies heute der Fall ist. In diesem Zusammenhang: Ist es nicht auffällig, dass Völker und Staaten grundsätzlich immer Verteidigungsminister, aber niemals Angriffsminister beschäftigen? 

Deutschland ist im Jahr 2014 zu unserem Glück eine Oase des Friedens. Dies wird heute, am 25. Tag der Deutschen Einheit, im Rahmen eines zweitägigen Bürgerfestes in Hannover, bei dem 500.000 Besucher erwartet werden, gewürdigt. --- Peter Broell

Samstag, 13. September 2014

Sportlich oder nicht sportlich, - das ist die Frage.

Ladies & Gentlemen,

von Zeit zu Zeit kommt eine befreundete Familie aus Barbados nach Frankfurt zu Besuch. Es ist für mich immer eine große Freude, wenn das gut aussehende Paar mit seinen drei Kindern (die inzwischen bald erwachsen sind) die weite Reise auf sich nimmt und zu Besuch erscheint. In der Regel ist der Kurzbesuch der sympathischen Familie im Rahmen einer Europa-Rundreise eingebettet. 
Allerdings ist der Besuch für mich stets mit einer bemerkenswerten 'Verpflichtung' verbunden: Vor allem die Kinder erwarten von mir seit eh und je den sogenannten "Fence-Jump". Das bedeutet, dass ich über den Gartenzaun springen muss. Da ich aber bald 70 Jahre alt werde, fällt mir das von Jahr zu Jahr natürlich nicht leichter. - Deshalb trainiere ich wieder eifrig, damit ich auch künftig die Familie aus der Karibik keinesfalls enttäusche. Denn mein "Fence-Jump" scheint nun mal unauslöschlich auf deren Europa-Reiseplan zu stehen.
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Und hier geht es um eine ganz andere Sport-Geschichte. Es handelt sich dabei um eine nicht alltägliche Story, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Anfang der 90-er Jahre, kurz nach meiner Scheidung, telefonierte ich mit einer Dame aus Frankfurt. Und zwar zum allerersten mal. Über eine Zeitungsanzeige hatte sich dieser Kontakt ergeben.
Mir war etwas bange, als ich die Lady anrief, denn mir war bewusst, dass ich möglicherweise im Begriff bin, die Weichen für mein künftiges Leben neu zu stellen.

Nachdem wir am Telefon ein wenig Smalltalk gemacht hatten, teilte mir die Dame mit, welche Vorstellungen sie von ihrem künftigen Partner habe. An ihrer Reaktion merke ich, dass ich anscheinend genau ihren Vorstellungen entsprechen könnte. Dann allerdings meinte sie ein großes Problem bei mir aufgedeckt zu haben: "Welchen Sport betreibst du", wollte sie mit felsenfester Stimme wissen. Ich sagte: "Also..., ich... äh.. gehe schwimmen, wandern, auch mal bergwandern, dann fahre ich mit dem Rad... und... im Winter... " 
"Und sonst nichts? Gar nichts? Was Du Sport nennst, ist doch einfach lächerlich...! Nein, du treibst definitiv keinerlei Sport. Ich suche aber unbedingt einen sportlichen Mann." 
"Aber ich bin trotzdem sportlich. Für mein Alter von 47 Jahren halte ich mich sogar für sehr sportlich.  - Du wirst sofort erkennen, dass ich ein betont sportlicher Typ bin,  - und zwar gleich heute bei unserem ersten Treffen, - falls Du das jetzt noch möchtest." "Na ja, wir werden mal sehen... also gut, wir treffen uns dann um 19:30 Uhr in Sachsenhausen. Ich erkläre Dir jetzt wie Du hinfindest. Dort ist auch ein Parkplatz."

Als ich pünktlich mit meiner roten Corvette am Parkplatz angekommen war, stand eine etwa 80 jährige, sehr kleine, stark gebeugte, Frau im Regen. Ihr aschgraues Haar hing in Strähnen nass herunter. Einen Schirm hatte sie nicht dabei. Die etwa 1,40 cm-Frauen-Gestalt trug eine Kinder-Schlabber-Hose mit den drei Adidas-Streifen und dazu weisse Turnschuhe. Ihr Gesicht war zerfurcht und gezeichnet von starkem Rauchen, Alkohol und vermutlich extremen Sonnenbädern. (Die Haut vergisst und verzeiht bekanntlich nicht) Gerade als ich die anscheinend verwirrte Alte fragen wollte, ob ich irgendwie helfen könnte, fragte sie mich, ob ich Peter Broell sei. Wir hätten eben miteinander telefoniert. - Zunächst vermutete ich einen üblen Streich, den mir jemand gespielt hatte und sah mich automatisch nach einer versteckten Fernsehkamera um. Dann aber sah ich in die müden und traurigen Augen der alten Frau und dachte: 'Egal, ich ziehe das jetzt durch. Ich habe sie zum Abendessen eingeladen und dabei soll es auch bleiben.'

Als wir in der wohligen Wärme des Restaurants an einem schönen Tisch saßen, sprachen wir vor und nach der Bestellung der Speisen über alles mögliche, - aber selbstverständlich nicht im entferntesten über die Möglichkeit einer Beziehung. Unmittelbar nachdem dann das Essen serviert worden war, fragte mich mein Gegenüber, wie es denn nun mit meiner Sportlichkeit bestellt sei. Ich sagte, dass wir darüber doch schon ausgiebig am Telefon gesprochen hätten.
"Deine Aussage am Telefon, dass  du angeblich ein sportlicher Mann bist, konnte mich in keiner Weise überzeugen. Ich möchte jetzt endlich von dir wissen, welchen Sport du - außer leichter Rentnerbeschäftigung - konkret betreibst!"

Das war eindeutig zuviel für mich. Ich empfand dieses Ansinnen als eine echte Unverschämtheit. 
Und so legte ich Messer und Gabel hin, stand auf, und während ich mich im Lokal um meine eigene Achse drehte schrie ich: "Was willst du eigentlich? Ich sehe in diesem großen Raum keinen einzigen Mann, der so sportlich wäre, wie ich es bin. Keinen einzigen!! Nicht einen!!!" 
Die alte Frau stand umgehend auf und verließ wortlos das Lokal. Die Leute im Restaurant grinsten und kicherten. Manche lachten schallend. Ich deutete sodann im Kreis höflich entschuldigend eine Verbeugung an und machte mit den Händen die Geste: 'Tja, so kann's gehen.'  --- Peter Broell 

Freitag, 25. Juli 2014

Marlboro. RED IS here.

Schämt man sich bei Philip Morris jetzt des Namens 'Marlboro'?
Ladies & Gentlemen,

so sieht die neue Marlboro-Werbung aus: RED IS here. Wo ist der charakteristische Marlboro-Schriftzug geblieben? Nur noch ein Hauch, eine Ahnung eines Schriftzuges blieb übrig. 

Die Marlboro-Cowboys des Zigarettenherstellers Philip Morris hätten wahrscheinlich ihre Rinderherde kampflos aufgegeben und sich lieber von Viehdieben windelweich prügeln lassen, als am Lagerfeuer den Schriftzug der Marlboro-Packung vor laufender Filmkamera mit der Hand abzudecken.

Nach den Cowboys, welche bekanntlich Freiheit und Abenteuer versprachen und inzwischen alle in die Rente geschickt wurden, war der gigantische Werbeflop "DON'T BE A MAYBE!" an der Reihe. So absurd jener Werbespruch im Zusammenhang mit Zigaretten-Werbung auch immer gewesen sein mag, - er hatte gelegentlich Ansätze des Versuches einer Weltverbesserung.

Die Frau mit der drohenden Faust war keine MAYBE.
ROT ist auch hier. Punkt.
Die aktuelle Werbebotschaft von Marlboro ist dagegen völlig sinnfrei. Wie verzweifelt müssen Werbemenschen denn sein, dass ihnen nichts Besseres als "RED IS here" einfiel? --- Peter Broell

Donnerstag, 17. Juli 2014

MH17 - Flugzeugkatastrophe der Malaysia Airlines

Ladies & Gentlemen,

seit dem 8. März 2014 ist das Flugzeug MH370 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen verschollen. Bisher keine Spur.

Heute, am 17. Juli 2014, erneut eine schreckliche Katastrophe. Wieder ist ein Flugzeug der Malaysia Airlines betroffen. In der Boeing 777, MH17, die von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegen sollte, befanden sich 298 Personen an Bord. Es gibt keine Überlebenden. Das Flugzeug stürzte in der Ukraine in umkämpftem Gebiet unweit der russischen Grenze ab.
Bis zur Stunde ist unklar, ob es sich um einen Abschuss, um einen Terrorakt oder um einen Unfall handelt.
Ich bin davon überzeugt, dass sich die exakte Ursache der Katastrophe innerhalb weniger Tage aufklären lässt. Denn zum Unterschied von MH370 können die Blackbox und die Flugzeugtrümmer von Experten ausgewertet und untersucht werden, sodass man die Ursache eindeutig feststellen kann.

Natürlich ist auffällig, dass es sich wieder um ein Flugzeug der Malaysia Airlines handelt. 534 Tote in nur vier Monaten, das ist die grauenvolle Bilanz. Auch wenn nun das Kriegsgebiet der Ukraine nicht mehr überflogen wird, so könnte man nachvollziehen, wenn jemand zur Zeit einen Bogen um Maschinen mit dem Logo aus Kuala Lumpur macht. 

Heute ist Freitag, 18. Juli 2014

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung geht in der Titelstory davon aus, dass es sich um einen Raketen-Abschuss handelte. Die Ukraine, die Separatisten und Russland weisen die Schuld an der Tragödie weit von sich und beschuldigen sich teils gegenseitig.

Weltweit hat die Katastrophe große Bestürzung ausgelöst. Mehr als die Hälfte der Passagiere waren Niederländer. Die Verzweiflung und die Trauer der Holländer ist kaum vorstellbar. "Was haben wir euch getan", so die Niederländer, "dass unsere im Flugzeug sitzenden Landsleute abgeschossen worden sind?" Diese Frage und natürlich die Frage nach den für den Abschuss Verantwortlichen wird die Menschen noch lange beschäftigen. --- Peter Broell

Mittwoch, 16. Juli 2014

Coca-Cola mit dümmlicher Werbung

Alles andere als originell: Coca-Cola betreibt Ideen-Recycling

Ladies & Gentlemen,

originell fand ich die Werbeaussage von Coca-Cola zur Fußball-WM zunächst gar nicht. Eher dumm und überaus langweilig. Denn die geklaute Idee: "Wir sind Weltmeister" und "Wir sind Papst" hatten zuvor längst schon andere. Gääääähhhhn!!! 

Doch nun sehe ich die Sache aus einem anderen Blickwinkel. Weil nämlich die Firma Coca-Cola ausdrücklich in Ihrer Werbung die Meinung vertritt: "WM, DAS SIND WIR ALLE!",  ist das umso erfreulicher, als vom DFB allen an der WM beteiligten Personen eine Siegesprämie in der Höhe von 300.000,- Euro zugesagt worden war. Wenn also wir alle die WM sind, dann zählt Peter Broell selbstverständlich auch dazu. Somit bin ich die WM und die Firma Coca-Cola hat korrekt erkannt: Peter Broell ist Weltmeister.  
Mit seinem Zittern und Jubeln half Broell den Fußballprofis den verdienten Titelgewinn einzufahren, - übrigens genau wie jene Reservespieler, welche nie auf dem grünen Rasen im Einsatz gestanden hatten.

Deshalb sage ich: Danke Coca-Cola, vielen Dank für den freundlichen Hinweis! 

Zum Schluss eine kleine Bitte an meine Leser:
Erzählen Sie die Angelegenheit (das mit den 300.000 Euro) besser nicht weiter! Denn falls jetzt alle auf die Idee kämen und die versprochenen 300 Mille kassieren wollten, dann wären die undurchsichtige FIFA, der reiche Deutsche Fußballbund und sogar der mächtige Coca-Cola-Kozern mit den Zahlungen an unzählige Weltmeister klar überfordert. ---- Peter Broell    

Donnerstag, 10. Juli 2014

Deutschland ist Fußballweltmeister

Dieses Broell-Jubel-Foto war bereits VOR dem unglaublichen Spiel der Deutschen gegen Brasilien und natürlich vor dem Finale (1 : 0) gegen Argentinien entstanden.
Ladies & Gentlemen,

für Deutschland scheint sich wieder ein Fußball-Traum anzubahnen.* Nach dem geradezu "historischen" Spiel Deutschland gegen den Gastgeber Brasilien, das bekanntlich 7 : 1 endete, ist der Weg frei für das Finale in Rio. Dort trifft der dreifache Fussball-Weltmeister Deutschland auf den zweifachen Weltmeister Argentinien. -

Was mir während dieser WM in Brasilien auffiel:

1. Brutalität auf dem grünen Rasen
Fast alle Schiedsrichter waren viel zu milde bei der Beurteilung schwerer Fouls. Selten habe ich so brutale Spiele gesehen. Mit entsprechenden Gelb/Rot-Karten hätten die Schiedsrichter die Möglichkeit gehabt, die üblen Täter, welche Körperverletzung systematisch und vorsätzlich betrieben, vom Platz zu stellen. Aber das wurde leider versäumt.

2.  Religiöser Wahnsinn
Manche Fussballprofis dürften vom religiösen Wahnsinn befallen sein. - Selbstverständlich kann man es verstehen und erst recht tolerieren, wenn ein gläubiger Spieler vor einem wichtigen Spiel sich bekreuzigt, bevor er den Rasen betritt. Aber was bei dieser WM an religiösen Ritualen zelebriert worden ist, ist nach meinem Dafürhalten völlig inakzeptabel. Diese Unsitte muss künftig eingedämmt werden. Da kniete zum Beispiel ein Fussballspieler, dem gerade ein Tor gelungen war, nieder, reckte in religiöser Verzückung die Arme gen Himmel und hielt ausgiebige Zwiesprache mit Gott. - Manche Spieler bekreuzigten sich gar auf lächerliche und hysterische Art und Weise bevor sie einen schlichten Eckball traten.

3. Überhöhung des Fußballspiels
In zahlreichen Ländern - besonders in unterentwickelten Ländern - bedeutet Fußball Hoffnung, um der Armut zu entfliehen. Deshalb kommt dem Fußballspiel eine Bedeutung im Rang höchster Staatsangelegenheiten zu. 
Da baute sich ein 22-jähriger (leider verletzter) brasilianischer Spieler vor den Kameras auf, -  sein Name ist Neymar - und hielt eine Ansprache, die mit folgendem Wortlaut begann: "An das Volk Brasiliens...!" - Wenn ein junger Kicker die Rolle eines Volksvertreters oder eines Präsidenten einnehmen darf, indem er eine Ansprache zur Lage der Nation hält, dann läuft gewaltig etwas schief im Staate Brasilien. Aber auch in europäischen Staaten findet nicht selten eine haarsträubende Überhöhung des Fußballspiels statt. Dies hat auch damit zu tun, weil gekrönte Häupter und Regierungschefs gerne vom Glanz der Sport-Ereignisse  etwas abbekommen wollen. 

Den gedemütigten Brasilianern ist deshalb zu empfehlen: Kommt wieder runter auf die Erde. Fußball ist ein unterhaltsames Spiel, aber eben nur ein völlig unwichtiges Spiel. Lasst besser eine Krankenschwester, die aufgrund ihrer Aufmerksamkeit gerade ein Leben gerettet hat, lasst doch bitte diese Frau vor die Kameras treten. Ihre Arbeit ist doch 1000-mal nützlicher, als die Arbeit Neymars, der primär die Aufgabe hat, einen Ball zwischen zwei Torpfosten zu treten!

4. Es waren schöne und spannende Spiele zu sehen

Meiner Kritik zum Trotz möchte ich unbedingt erwähnen: Es gab sehr unterhaltsame Spiele und es gab Artistik und zahlreiche sportliche Höchstleistungen zu bewundern. Wenn Sie auf das Bild links klicken, dann sehen Sie den Bewunderer ----> Peter Broell

* Der Traum der Deutschen hat sich tatsächlich erfüllt. 

Samstag, 28. Juni 2014

Viel Spielraum nach oben

Ladies & Gentlemen,

es ist doch seltsam: In Hotels wird es allmählich zur Mode, dass völlig über-dimensionierte Sitzmöbel in den Hotelhallen Einzug halten. Soll der Gast sich klein und unbedeutend fühlen? Oder soll der Gast sich wahrhaft königlich fühlen? Oder werden einfach nur Basketball-Riesen erwartet? 

Wie man sieht, sitze ich zwar bequem, aber nach oben hin bleibt für mich in jeder Hinsicht noch viel Spielraum, - genau wie übrigens bei der Deutschen Fußball-Nationalelf. Die Vorrunde ist vorbei. Und wenn demnächst die großen Jungs kommen, müssen die Deutschen unbedingt besser werden. Genau wie ich. Denn ich will und muss auch besser werden. --- Peter Broell

Donnerstag, 26. Juni 2014

Die ermordete Frau hieß Johanna Broell.

Foto: Ralf Küpper, September 2013

Ladies & Gentlemen,

ich halte wenig davon, dass den Deutschen immer und immer wieder die Verbrechen während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten vorgehalten werden. Diejenigen, die an den Morden beteiligt waren, sind inzwischen älter als 90 Jahre oder bereits gestorben. Die Generation, die jetzt lebt, war nicht an den Verbrechen beteiligt und trifft deshalb keine Schuld. Zwar darf die Vergangenheit nicht vergessen werden, aber ein ewiges Einhämmern an Mahnungen an das Volk der Deutschen ist möglicherweise geeignet, Neonazis und rechtsradikale Gesinnung im Land zu stärken, statt aus den dummen Köpfen zu verbannen.

Das soll mich aber nicht daran hindern, an das Schicksal der armen Johanna Broell zu erinnern. Lesen Sie ihre bewegende Geschichte. --- Peter Broell

Samstag, 21. Juni 2014

Schüchtern und fotoscheu: Blühender Farn


Ladies & Gentlemen,

im Mai 2011 gelangen mir Fotos im Garten, die Sie interessieren könnten: Es handelt sich nicht um blühenden Unsinn, sondern um blühenden Farn. *

Auf der Berliner Messe "Grüne Woche" hatte ich drei Blumen-Knollen erstanden, welche wie längliche Kartoffel aussahen. Der Verkäufer sagte, dass es sich um Farn handle, der dann erblühen würde. - Farn, der angeblich blühen soll? Das fand ich interessant. 

Aber zu Hause angekommen, vergaß ich dann leider die armen Knollen in der Tüte. Einige Monate später hatten diese wohl aus Verzweiflung ausgetrieben und aufgrund des Lichtmangels im Gefängnis  kamen die Triebe nach deren Entdeckung schneeweiß zum Vorschein. Mit reichlich schlechtem Gewissen pflanzte ich die Knollen im Garten flugs an bevorzugter Stelle ein und hoffte gespannt auf das blühende Wunder. - Und das Wunder ereignete sich wirklich! Aber sehen Sie doch bitte selbst und vergessen Sie nicht auf das Bild zu klicken, um es zu vergrößern.

Beim Betrachten der Blüten fällt auf, dass diese anscheinend fotoscheu sein müssen. Denn egal wie ich es beim Fotografieren auch immer anstellte: Die Blüten drehten ihre Köpfchen stets schüchtern  von der Kamera weg. Gar nicht fotoscheu benahm sich allerdings das freche Efeu, das sich ungefragt ins Bild drängte. --- Peter Broell

* Zur Info für meine neuen Leser: Diesen Blogbeitrag publizierte ich bereits im Jahr 2011 in ähnlichem Wortlaut. Das Thema "Blühender Farn" war damals erstaunlich erfolgreich, wurde es doch mehr als 1.200 mal angeklickt.

Dienstag, 17. Juni 2014

Im Hamsterrad des Lebens oder: Der Wert des Menschen.

Peter Broell (im Juni 2014) kämpft in der Wassertretmühle...

Ladies & Gentlemen,

Fast jeder von uns weiß, dass er im Leben zu funktionieren hat. Viele ackern und rackern, sparen, schaffen, machen und tun... und kommen letzten Endes doch nicht richtig voran, sondern treten auf der Stelle. So einer fühlt sich strampelnd im Hamsterrad gefangen und fragt- wie der Milchmann Tevje im Musical Anatevka: "Herr, wäre es wirklich gegen deinen Plan, wenn ich wär ein reicher Mann...?"

Im 'reichen' Deutschland geht es den meisten Menschen so, wobei diese noch froh sein müssen, wenn sie von Krankheit, Unfall, Verbrechen, Naturkatastrophen oder Leid in der Familie einigermaßen verschont bleiben. Und am Schluss eines arbeitsreichen Lebens? Was bleibt übrig? ---> Ein zerfledderter Haufen IKEA-Gerümpel und einige alte Matratzen auf dem Gehsteig warten auf den erbärmlichen Abtransport. - Ich weiß, das alles klingt nicht gerade zuversichtlich, aber es ist Fakt. -

Wie ich jetzt aber auf den Fußball komme? Natürlich! Wir erleben doch die WM in Brasil. Bravo Deutschland!! 4 : 0 gegen Portugal. Toller Auftakt. - Müller, Müller!!! Jaaaaaa!!! Weiter so!!!
Aber sehr vielen Fußballspielern geht es kaum besser, denn auch sie sind im Hamsterrad gefangen.

Menschen werden gehandelt wie eine Ware.

Fußballprofis werden wie Waren gehandelt. Zuerst wird in junge Talente "investiert". Dann erhalten sie Knebelverträge, welche die Spieler nicht selten fast unmündig werden lassen. Sie werden gekauft und verkauft als moderne Sklaven. Sie werden ausgeliehen an andere Vereine. Sie werden gegen andere Spieler getauscht wie Sammelbildchen auf dem Flohmarkt. Dazu kommt, dass die Spieler jederzeit böswillig hinzugefügte Verletzungen ohne Entschädigung hinnehmen müssen, - zählt es  doch zum normalen Berufsalltag. 

Ein Fußball-Profi hat einen genau definierten Marktwert. Es ist der Wert des "Menschen-Materials". 

Ist der Spieler lange verletzt und hat er etwa außerdem das Pech, dass sein Verein absteigt oder dass er sich dem Teamchef nicht unterordnet, dann fällt sein Marktwert im freien Fall. Ist der Spieler dann gar über 33 Jahre alt, dann tendiert sein Marktwert rasch gegen Null. Die Einnahmen bleiben aus. Und so wird der einst umjubelte Fußballstar zum Sozialfall.
Damit ich richtig verstanden werde: Ich will mich nicht zum Anwalt für 'arme' Fußballmillionäre aufspielen, die mit Werbeeinnahmen zusätzlich ein Vermögen verdienen. 

Was hat das alles mit mir zu tun? Nichts! Ich katapultierte mich erfolgreich aus dem Hamsterrad hinaus. Und dass ich jetzt etwa in der Wassertretmühle drinstecke, kann ich nicht bestätigen (auch wenn das Foto oben das Gegenteil zeigt). Mir geht es gut. Ja-ja, nein-nein, doch-doch, - mir geht es richtig gut.... Peter Broell